AAA Vermögensanlagen | Fallbeispiele
Fallbeispiele

Die häufigsten Fehler bei Bankenabrechnungen

Bei den Wertstellungen:
1. Wurden Einzahlungen taggleich wertgestellt?
2. Wurden Kontobelastungen von der Wertstellungzurückdatiert?
3. Wurden Gutschriften erst Tage nach dem Zufluss des Geldes wertgestellt?
4. Wurden eingereichte Inlandsschecks nach  3 Bankarbeitstagen wertgestellt?
5. Wurden eingereichte Auslandsschecks nach  5 Bankarbeitstagen wertgestellt?
6. Wurden eingereichte hausinterne Bankschecks am selben Tag wertgestellt? etc.

Beispiel: Falsche Wertstellung

22.09.1999    Überweisung 103.450,24 DEM
23.09.1999    Gutschrift 103.450,24 DEM
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1 Tag Valutadifferenz zu Lasten des Kunden - Zins 9%
103.450,24 DEM x 9% / 360 Tage
(Bankjahr = jeder Monat hat 30 Tage, auch der Februar)
Schaden = 25,86 DEM 1Tag

 

Die häufigsten Fehler bei Bankenabrechnungen

Bei Kontokorrentabrechnungen:
1. Zinsanpassung
1.1 Wurden Zinssenkungen wie vereinbart durchgeführt?
1.2 War die Zinsanpassung an eine feste Bezugsgröße gekoppelt (z.B. EURIBOR)  und verlief die Anpassung der Zinsen konform zur  Bezugsgröße?
2. Wurden die Kontoabschlüsse korrekt wertgestellt?
3. Wurden tatsächlich so viele Buchungen durchgeführt, wie berechnet?
4. Wurde die Kontoführungsgebühr in der richtigen Höhe berechnet?
5. Wurde eine Kreditprovision berechnet, obwohl nicht vereinbart?
6. Wurde die Kreditprovision nach dem höchsten Sollsaldo im Quartal berechnet?
7. Wurden Überziehungszinsen berechnet für Salden innerhalb des Limits?
8. Wurden Zinsen eventuell sogar doppelt berechnet?

 

Die häufigsten Fehler bei Bankenabrechnungen

Bei Darlehensabrechnungen:
1. Zinsanpassung
1.1 Wurden Zinssenkungen wie vereinbart durchgeführt?
1.2 War die Zinsanpassung an eine feste Bezugsgröße gekoppelt (z.B. EURIBOR) und verlief die Anpassung der Zinsen konform zur Bezugsgröße?
2. Wurden die Darlehensraten korrekt wertgestellt?
3. Wurden die Darlehensauszahlungen korrekt wertgestellt?
4. Wurde der effektive Jahreszins korrekt angegeben?
5. Wurden Kettenkreditverträge abgeschlossen?
6. Wurde ein vorfinanzierter Bausparvertrag abgeschlossen?
6.1 Sind Schäden durch Zinsdifferenzen entstanden?
6.2 Wurde ein weiterer Kredit für eine „Aufzahlung“ ausgereicht?
7. Wurde eine Tilgung durch Kapitallebensversicherung vereinbart?
7.1 Sind Schäden durch Zinsdifferenzen entstanden?
7.2 Decken sich bei Ablauf die Versicherungsleistung und der Kreditbetrag?
8. Wurden Cap-Prämien richtig berechnet und die Zinsen richtig wertgegeben?

Beispiel: Falsche Zinsberechnung

Trotz einer Sondertilgung rechnete die Bank  Zinsen auf den ursprünglichen Saldo von 100.000.- € ab:
Zinsen berechnet                 1.843,75 €
Zinsen korrekt                     1.244,53 €
Zinsschaden                          599,22 €

 

Cap-Finanzierung:
Bei dieser Darlehensart ist ein variabler Zinssatz vereinbart, der eine bestimmte Zinsobergrenze nicht überschreitet und eine bestimmte Zinsuntergrenze nicht unterschreitet (Cap, englisch für Kappe oder Mütze).
Die Bank lässt sich diese vereinbarte Zinssicherheit mit einer Zinscap-Prämie, ca. 0,6 % p. a. Zinsaufschlag, bezahlen.

Häufige Fehlerquellen:

  • Prämienaufschlag ist dem Risiko nicht angemessen
  • Keine bzw. verspätet durchgeführte Senkung des Zinssatzes bei fallendem Marktzins
  • Cap-Prämie wird bei Sondertilgung(en) nicht anteilig zurückerstattet
  •  

     

    Die häufigsten Fehler bei Bankenabrechnungen

    Bei Vorfälligkeitsentschädigungen:
    1. Wurde die Vorfälligkeitsentschädigung nach den Methoden „Aktiv-Aktiv“ oder nach „Aktiv-Passiv“ - Vergleich berechnet?
    2. Entstand überhaupt ein Schaden durch die vorzeitige Rückzahlung?
    3. Wurde die Vorfälligkeitsentschädigung korrekt berechnet?

    Aktiv-Aktiv Modell für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung:
    Hier vergleicht der Kreditgeber die entgangenen Zinseinnahmen mit denen, die bei einem Ersatzdarlehen anfallen würden. Sind die Zinsen des Ersatzdarlehens niedriger, kann das betreffende Institut einen Zinsverschlechterungsschaden einfordern

    Aktiv-Passiv Modell für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung:

    Häufiger als mit der aktiv-aktiv Methode wird die Vorfälligkeits-entschädigung bei Kündigung des Darlehensvertrags mit der aktiv-passiv Methode berechnet. Dabei setzt der Darlehensgeber nicht den Wiederanlagezins des aktuellen Darlehenszinses, sondern den Zins öffentlicher Anleihen zum Vergleich an. Auch hier wird durch eine eventuelle Differenz die Vorfälligkeitsentschädigung bestimmt.

     

    Die häufigsten Fehler bei Bankenabrechnungen

    Disagio:
    1. Wurde das Disagio in den effektiven Jahreszins richtig mit einbezogen?
    2. Wurde bei Kreditablösung das nicht verbrauchte Disagio erstattet?

     

     
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